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Aphorismen der Dichter und Denker: Gedankenschmiede | Gedankensplitter | Literat aus der Gedankenschmiede | Die Gedanken suchen sich ihren Weg

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Musik und Dichtung aus der Gedankenwelt

Bis Nacht ist

Die Maiennacht der Maienstille
in sanften Lüften eingetaucht
zeigt beinchenwetzend buhlend Grillen
wenn heute nun der Tag verhaucht

Die Amseln, Lärchen, Nachtigallen
trällern ihren Abgesang
Sachte, weich die Nebel wallen
schleichend über´m Bergeshang

Der Mond schickt gleißend seine Strahlen
schimmernd über Wiesen, Täler
Unken, Schnepfen, Frösche prahlen
im Sumpfgewächs der Schilfe Wälder

Welch´wundersamer Klang im Chor
Welch´ herrlicher Gesang der Nacht
eröffnet jeden Herzens Tor
zur indichgehenden Andacht

Laß wallend grau den feuchten Nebel
schleichen durch die weite Flur
statt hetzend nur, wie krachend Säbel
schreiend in der Tagesspur

Und zeigt der Tag sein neues Hell
vom Sonnenstrahl begleitend
erwähn die Stunden, die ich zähl´
der Nacht, die Dunkelheit verbreitet

28.05.1996 © Hans Eberhard Bertelsen

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Freundschaft malen

Die Wurzeln allen Seins
graben ihren Weg des Blühens
in der Nähe Deines Ahnens
ein Geflecht
das miteinander
uns´re Freundschaft
ranken läßt

Wo Deine Freude Funken sprüht
fühle ich die Würzeln schlingen
die im Halt der Humuserde
enge Kreise um uns ziehn
Und im fahlen Licht des Nebels
seh ich Deine Blicke sprühn
die mir Mut und Hoffnung strahlen
und rhizome Freundschaft malen

26.01.1998 © Hans Eberhard Bertelsen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kreuzberg ruft

Ich schnür mein Ränzel auf den Rücken
volgepackt mit Tagesversper
Und ich mach mich auf den Weg
Über Stege über Brücken
In der Hand mein Wanderzepter
das mich über Berge trägt

Beobachtend seh´ ich sie ziehen
Über mir die weißen Wolken
Im Begleiten meines Wanderns
Wo die Buschwindröschen blühen
Und hochoben segeln Falken
Mit den Seinen und den Ander´n

Wenn die Rhön lockt in die Berge
Und die Sonne herrlich scheint
hält mich nichtsmehr in der Wohnung
Eilig geh´ich dann zu Werke
Weil in mir die Stimme meint
Genieß´ die schöne rhöner Schonung

Refrain:

Der Kreuzberg ruft
in frischer Luft
Die Segelflieger brausen
Über hohe Berge hin
gleitend über Sands und Hausen
Wo ich gern zuhause bin

26.01.1998 © Hans Eberhard Bertelsen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntagssonette

Der Sonntag kommt
Der Sonntag geht
Wie der Sturm in seinem Zorn
den Samen uns´rer Zukunft sät
den der Werktag hat verlor´n

Laß heilig sein
den Ruhetag
Beginne zu begreifen
in Dich kehrend, und nicht frag´
nach anderen Vergleichen

Sonntagsmuffel
die sich wehren
gegen jedes Sonntagskleid
wird kein Pastor je bekehren
aus seinem ichbezog´nen Leid

Drum wer nicht will
und wer nicht mag
den Sonntag zu genießen
laß weiterhin in seinen Tag
mit Arbeit sich verdrießen

Seh´nie Teufel
und Gespenster
die an deine Türe pochen
füll die Zeit, bis Du als Rentner
kannst Dein eigen Süppchen kochen

Denk daran
nicht jeder kann
den Freiertag begrüßen
nur weil Gott den Tag ersann
als Eden wir verließen

03.11.1996 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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