Bewertung: ***** 9,5
Bei Fladungen befindet sich das kleinste Künstlerdorf nämlich Weimarschmieden in der Rhön

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Rhön-mkerei

Kunst ist dem Dichter in Nordbayern-Unterfranken in der Rhön kein Fremdwort

Vergessene Gedanken

Längst vergessene Gedanken
stehen starr in den Regalen
Der Staub hält sie in Schranken
behütet in Erinnerung gefangen
Stets bereit, sie preiszugeben
um nach dem Lesen aufzuleben
in Erzählkunst ihrer Ranken
ruhend in der Dunkelheit
vergilbt im tristen faden sein
der verdeckten alten Zeit
wartend auf den weckend Schein

Und die graumelierten Lettern
träumen in den Räumen
eingeengter Einsamkeit
von den Ahnen und den Vettern
die die Eselsohren säumen
Werden sie durch Licht erhellt
staunen sie auf Schwarz auf weiß
still auf Trauer eungestellt
zwische Rascheln flüsternd leis
die gedruckten Buchstaben
von den Ahnen, die geschrieben
alles, was erlebt sie haben
und im Staub zurückgeblieben

Viel zu selten aufgeweckt
erfreuet sie das Lesen
wenn vom Lichte aufgeschreckt
blinzeln sie wie Wesen
aus vergang´ner alter Zeit
die der Staub hat zugedeckt
aus dem Einst, was mal gewesen
Wird das Buch dann zugeschlagen
fristen Lettern wieder mal
für unbestimmte Zeit
wie in einem tiefen Tal
in unsichtbarer Dunkelheit

Fladungen Rhön 20.11.1997 © Hans Eberhard Bertelsen | http://www.bertelsen.de/dichtung.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wenn der Herbst die Sonne neigt

Wenn der Herbst die Sonne neigt
und die Blätter bunt bemalt
wütend gar der Sturm sich zeigt
und über uns die Kräfte ballt
um zu zeigen, was er kann
und seine Zeit gekommen ist
Ich bin der Herbstwind, daß ihr´s wißt
Jetzt halt ich euch rüttelnd in Bann

Melancholie und Seelenleid
begleitet jeden nah und weit
Dunk´le Wolken dräuen auf
Und der Wind schleicht um dein Haus
Das fahle Herbstlicht stellt sich ein
Gemütlich trinkst du ein Glas Wein
genießerisch beim Abendschmaus
Denn früh schon kommt die Dunkelheit

Drum laß im Herbst Gedanken blühen
schür den Ofen, laß ihn glühen
Dann hebt es wirklich dein Gemüt
wenn es knister, wenn es sprüht
und dein Herz wird wohlig warm
neben dir, du nimmst in´n Arm
das Allerliebst, dein Lebensglück
sollt´st öfter dich um es bemühen!

Weimarschmieden Rhön 03.03.1998 © Hans Eberhard Bertelsen | http://www.bertelsen.de/dichtung.html

 

 

Mein Flug über Itaipú-Staudamm
paraguay-brasilien-itaipu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Kunst

Die kunst ist niemals zeitenlos
gestern arg, weil bissig
heute ist sie schmissig
und morgen gar sehr hinterlistig
für die Nachwelt überflüssig
ich sag es ja,
die kunst sie flüchtet
so famos
richtungslos

BBeachtet man die Überlegung
bewirkt so manche Poesie
in des Lesenden die Regung
psychisch wärmende Bewegung
frohlockendes leicht schwebendes
ich sag es wieder
herzaufweichendes Gemüt
das inhalierend
glüht

So bleibt die Richtung vorgegeben
Die Poesie hält Kunst am Leben
Durch Wortgewandtheit kann erregen
wenn sie episch stehet nie
im Wege
einer
Fantasie

Weimarschmieden Rhön 21.10.2014 © Hans Eberhard Bertelsen | http://www.bertelsen.de/poet.html


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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