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Gedicht aus Weimarschmieden in der Rhön | Poesie vom Poeten in Begleitung der Muse

Gedicht aus Weimarschmiedenin der Rhön| Poesie vom Poeten in Begleitung der Muse

UrOpa übt im Soundstudio in Weimarschmieden

Auf dem Wege meiner Ahnen

Der Tag ist jung
Der Weg der gleiche
den ich gestern schon gegangen
Und Stund´ für Stund´
eilt er dahin
eh´zuend´die Vögel sangen
auf dem Weg
wo ich jetzt bin
hält mich die Vielfalt der Natur gefangn

Und wenn ich heimkehr´
ist´s getan
mein Tagesziel, das ich gesteckt
doch morgen geh´ich auch den Weg
den gestern ich begann
so wißbegierig aufgeregt

Und für Übermorgen weiß ich schon
habe ich mir vorgenommen
Den Weg der Neugier fortzusetzen
lauschend jedem neuen Ton
tirilierendem Getier

Und wenn den Weg
den ich gefolgt bin
in den vielen Lebensjahren
erheitert mich das Himmelstor
und seh´zurück des Weges zieh´n
viele Spuren meiner Ahnen.


27.06.1997 © Hans Eberhard Bertelsen
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Hinter jedem Lächeln verbergen sich die Dornen der herrlichen Rosen die man dir geschenkt.

Puder ist der Staub der morgen aus den antiken Falten des verfallenden Scharmes rieselt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rhöner singen ihre schönen Lieder

Aufgeschlossene Träume

Die Nacht schließt alle Träume auf
eingebettet, eingehüllt
erlebst du dann von Schnauf zu Schnauf
was der Tag dir nicht erfüllt

Abgegrenzt vom Tagestreiben
schleicht der Mond in deine Nacht
um die Träume dir zu schreiben
die im Schlaf dir zugedacht

Der Mann im Mond zeigt sein Gesicht
Er schaut aus einem Lampion
in deinen Traum, der nicht verlischt
mit des Mondes Transmission

Dann, wenn die Nacht vorüber ist
als der Tag bald hellgeworden
und du deinen Traum vergißt
eingeramt im Bild mit Borden

Saugt dich wieder die Hast des Treibens
in die Arme der Geschäftigkeit
Kein Moment des ruhig´Bleibens
der dahinflieht in die schnelle Zeit

Bis die Nacht dich hat dann wieder
eingeschläfert in den Traum
strahlt des Mondes scheinend Mieder
still und hell in deinen Raum

02.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

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Kosmetikas beeinträchtigen alle Vielfältigkeiten

02.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gewitter

Gewitterwolken dräuen auf
in schwarzgefärbten Türmen
Schwängernd drängen sie zu Hauf
um schleusenartig zu erzürnen

Im Feuerwerk des donnernd Toben´s
zucken Blitze durcheinander
in kriegslüsterndem Manöverproben´s
schießen Wolken aufeinander

Ganz plötzlich ist das schwarze Dach
im Technolook erschienen
wie die Diskothek im Krach
als Explusion der Schlachtfeldminen

Es tanzt der Baum; es zuckt der Strauch
im Schweiße harter Regengüsse
Wo der Blitz traf, steigt der Rauch
vernebelnd alle taktend Füße

Und wenn der Wind den Tag erhellt
die Stille wieder eingekehrt
Hat der Alltag sie gestellt
die betäubend sich gewehrt
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Der Geruch beugt vor dem verlogenen Geschmack und so auch das Ohr eh´ erblickt das Aug´ den fälschend Lack

22.06.1997 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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