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Fladungen und der Poet | Literatur & Poesie vom Dichter und Denker

Fladungen und der Poet | Literatur & Poesie vom Dichter und Denker

Opa´s Gesangsübung im Soundstudio der Poesie

Bis der Lenz sie wieder weckt

 

Der Mai ist da, die Freude groß
der Frühling fällt uns in den Schoß
ringsum zwitschern Vögelein
tirilierend froh zum Mai´n

Wo die Bäume sich jetzt zeigen
in lindgrün ihre Zweige neigen
im Maienkleid, benetzt vom Tau
schleicht der Fuchs um seinen Bau

Der Kuckuck ruft, der Schinken reift
und der Eichelhäher keift
als Warnruf, wenn Gefahren schleichen
unter Birken, Buchen, Eichen

Überall sieht man es huschen
wie Pflänzchen sich aus Keimen puschen
Nester bauen sie sich fleißig
Amsel, Dompfaff, Fink und Zeisig

Plötzlich ist an allen Ecken
aufgewacht in den Verstecken
aus erstarrtem Winterschlaf
das sich sonst im Grünen traf

Nicht mehr lange und die Kleinen
stelzen auf noch jungen Beinen
hinter Papa, Mama her
bis des Winters Wiederkehr

Dann beginnt das gleiche Spiel
Jeder sucht ein Domizil
unterm Schnee, der sie versteckt
bis der Lenz sie wieder weckt.

15.06.1996 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Pub

Jeder läßt mal einen Pub
ob ein Mädel oder Bub
Wird er Druck im Bauch zu groß
muß er fleuchen in die Hos´

Herrlich ist´s, wenn er entflieht
und wärmend in die Hose zieht
Es rümpft der Nachbar seine Nase
fragend Blickes "wessen Blase" ?

Dann tut der Jene unschuldsvoll
obwohl es donnerte in Moll
mit leisem Schmunzeln im Gesicht
"Ich riech es auch, doch war ich´s nicht"

Der Nachbar meint: "das war ein Ding
der Duft, der in dem Raume Hing
hat mich geweckt aus meinem Traum
Doch halte ich den Pfurz im Zaum".

Und das Fazit der Geschicht
Behaupte nie , Du pfurzest nicht
Denn wem es aus dem Loch gekrochen
hat es meist zuerst gerochen

30.06.1997 © Hans Eberhard Bertelsen
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Wer Haare auf den Zähnen hat,
findet immer eines davon in der Suppe
01.07.1997
Ist ein Schwarzseher farbenblind?
01.07.1997 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wissen macht reich

Vieles Wissen macht nur reich
wenn es richtig angewandt
zum Augenblick der rechten Zeit
mit intelligentem Sachverstand

Die Pragmatik und das Wissen
verhelfen schnell zum Ziele
Es ist des Polster´s Ruhekissen
lösend vieler Lebensspiele

Wissenshunger, Wissensmacht
ohne praktischen Verstand
hat noch nie Erfolg gebracht
und oft in Wirren sich verrannt

Der Erfolg wirkt wie ein Konus
auf dem Gipfel sieht man weit
Man blickt hinaus auf einen Bonus
der erkämpften Einsamkeit

Nicht die Kunst ist das Ersteigen
Deiner Gipfel aller Ziele
Die Wiederkehr wird es Dir zeigen
im Abstieg Deiner Hochgefühle
vor dem Fall der Kletterspiele
ob Ehrgeiz nicht mit Macht vermischt
die Erfolge stürzen läßt
wenn hinter Dir die Spur verwischt
den zerzausten Flügelrest

10.04.1997 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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