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Reime in Versen vom Poet | Literat & Poesie vom Dichter und Gedanken Lenker in Weimarschmieden

Reime in Versen vom Poet | Literat & Poesie vom Dichter und Gedanken Lenker in Weimarschmieden

Opa übt im Musikstudio der Poesie in Fladungen, in der Rhön

Bresche des Lebens

Wo die Vernunft nicht rational
dem Leben eine Bresche schlägt
gibt´s keine Zunft
die nur verbal
die Mitmenschen erträgt

Das Leben ist ein einzig Spiel
welches Dich nur küssen läßt
wenn nicht die List
im Vordergrund
den Dialog verpest´t

Schmiede Eisen, wenn es heiß
im richtigen Moment
Mit Beweisen
diabol
fehlt Dir jedes Fundament

Beweise Dich auch im Eklat
der Widerwärtigkeiten
dann lohnt es sich
die frische Saat
für die Zukunft zu erstreiten.

10.02.1997 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Späte Einsicht

Wenn ich so bedenke
resümiere ich mein Glück
Es spielen meine Kinderränke
mit mir heute noch
Mensch ärgere dich nicht

Nicht Kunst ist es, zu meinen
Das Alter macht mich weise
Noch sollte ich verneinen
vielleicht bin ich zu laut statt leise

Mit meinem froh beherzten
Späßchen machenden Gemüt
lachten sie und scherzten
bis das jedwede
Trübsal von mir glitt
Erst in späten Jahren
erkannte ich mein Thema
Umgaben mich die Narren
spielte meist das
Spätsein das frohe Klima

Die Nacht verflog
Der Morgen graute
Früh ich um die Ecke bog
Und viel zu spät
den wunderschönen Tag ich schaute

Durch Pünktlichkeit verarmen
Toleranz der Seelen Freud
Und innerlich verharmen
der Frohsinn
all bizarrer Menschlichkeit

Die Quintesens, die spät
mich zur Erkenntnis brachte
hat mich jetzt zurechtgenäht:
Sei pünktlich
schau fröhlich drein
doch sachte, sachte....

23.09.1996 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahreswende Mythen

 

Der alte Zopf wird abgeschnitten
Das Jahr geht seinem Ende zu
Die unehrlichen Riten
treiben zpiespältig grell Blüten
des Vorhabenden im Neubeginn

Zinn gegossen wird in Massen
Jeder deutet sein Orakel
Um sich weissagen zu lassen
im jährlichen Spektakel
wieder neu erstrebten Sinn´s

Wieder endet eine Ära
bis zur Jahreswiederkehr
Sie schielen nach der Edda
sich leiten lanssend
mythenschwer
des Aberglauben fließend Zinn´s

Und hat das Jahr dann neu begonnen
Alle Vorsätze erstrebt
Wird der gleiche Weg genommen
den im letzten Jahr gelebt
Meier, Müller, Kunz und Hinz

Am Besten ist, improvisier
Setz auf Überraschungen
Stille Deine Lebensgier
nicht in Übernachtungen
geistigendem Persiflier

Alles Gute und Gesundheit
wünsch ich Dir für´s NEUE JAHR
Halt die Zukunft Dir bereit
Nicht in Mythen, die unklar
in Nebelschwaden sich verlier´n

14.12.1996 © Hans Eberhard Bertelsen
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Ein überflüssiger Anruf ist der, wenn ein Vollgelaufener sich darum bemüht.

21.08.2012 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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