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Verse entstehen: Gedankensplitter | Nachgedanken | Limericks | Aphorismen aus Weimarschmieden

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Amateur-Musik-Übung im Soundstudio in Weimarschmieden

Im Hauche der Winde

 

Das Leben ist, wie die Woge des Meeres
Wer weiß, wann sie steigt oder fällt
Wo sie gestrandet
verzehrt sie die Zeit
Wer hat das Auf und Ab je mit gezählt

Wo ungleich sandig Dünen wallen
Am Strande allen wilden Wassers
Die Winde sich zu Kräften ballen
stürmend hinterlassend
ihre nagend Laster

Dort ist die Ewigkeit nicht neu
Das Gelebte stirbt
Die Jugend geht
Das Alter wirbt
um Erinnerung
die am Sterbebett
nachdenklich
im Hauche der stetigen Winde
sanft verstummen

11.09.1996 © Hans Eberhard Bertelsen

Nachgedanken

Wer eine zu lange Leitung hat, versteht nicht den Sinn der Abwicklung.

01.07.1997 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wenn der Tod bestimmt

Morgen früh ist nicht mehr Heute
Das Gestern ist schon ausgelebt
Wo Dein Abdruck Spuren streute
bist Du oft zurückgeschwebt
in Gedanken, wo die Ranken
Deiner Jugend Wurzeln schossen
die geflochten
Zukunftslichter an den Dochten
und beleuchteten den Weg

Die Zukunft ist Dir ungewiß
Wer weiß wer Dir das Morgen bringt
Nicht weil das Gestern Dich verließ
hörst heute Du, wie´s morgen klingt:

War´s gestern neu
ist´s heute Bräu
vermischt im Nebel
der Vergangenheit
und Du siehst auf Deinen Reisen
die Patina in grünem Kleid
an den Gruften Deiner Weisen

Blätter fallen
Der Herbst verglimmt
Sturmverhallen
alles nimmt
am Ende doch
im Sterben sich
dem Tod bestimmt
ein teifesdunkles Loch

Drum, jeden neuen Tag genieße
bis die Nacht Dich eingeholt
so wie erblüht auf´s neu die Wiese
lebst Du auf, so gottgewollt
bis sanft Du Deine Augen schließt

07.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo die Wasser Strudel reißen

Der Nebel läßt die Schwermut wallen
über alles Herzeleid
Wenn letargisch die Zügel fallen
entläßt der Baum sein buntes Kleid
und der Tau benetzt die Zweige
Deiner Zwiespalt, Deines Hadern´s
espenzitternd in den Adern

Wo verhüllt der Nebel weich
tränenreich der Seele Not
versteckt er schwankend hinter´m Deich
auf den Wellen in dem Boot
sorgenweit auf´s Meer hinaus
Spleiße Deines Ankertau´s

Der Gischt verhindert Deine Sicht
im Schauen wilder Meere
Und es trübt Dein Augenlicht
im wankenden Gezerre
wo Dein Harm im Wind verweht
richtungslos nach Hoffnung späht

Wo die Wasser Strudel reißen
Wo das Ungemach Dich stellt
hörst raunen Du die Weisen
bis der Stein des Wunders fällt
Du versuchst erneut zu werfen
Anker, die den Blick Dir schärfen

Elfen tanzen warm die Seele
Dein Gemüt, es hellt sich auf
Und Du träumst im Gischt der Welle
perlbenetzt vom Schicksalslauf
der Dich hebt in´s Glücksroulett
neu gemischten Zahlenbett´s

09.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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